LIBELLE vom Typ Portier Comet ist eine Einzelanfertigung aus Meilen aus dem Jahr 1961. Sie ist eine typische Vertreterin der frühen 1960er Jahre mit Steuerstand aussen, Kabine mit 2-3 Schlafgelegenheiten, Küche und Toilette. Wir konnten sie samt Liegeplatz in der Halle der Rohn-Werft in Twann übernehmen. Dank LIBELLE können unsere Kapitäne die drei Juraseen und die Aare bis Solothurn auf „eigenem“ Kiel erkunden.
Weil während des Krieges keine Motoren importiert werden konnten, baute auch die Bösch Werft in Kilchberg Ruder- und Segelboote. Darunter auch drei sog. Steiger-Yachten: eine offene Kielyacht von 7m Länge. Ideal für Ausflüge bei ruhigem Wasser und Wind.
Die Werft von H. Treichler & Co in Zürich baute 1894 diesen Doppelzweier mit Steuermann von 7.6m Länge in Rundspant/geklinkert-Bauweise für die Familie Isler in Wädenswil. Im Frühling 2025 schenkte Heini Isler das Boot der Stiftung. Es hängt im Bootshaus Vordere Au.
Werner Meier baute in seiner Werft in Zürich 1943 eine Kabinensegelyacht von 7m Länge für den Eigengebrauch. Sie ist einem Folkeboot vergleichbar. Später verkaufte er die Yacht. Ab den 1960er Jahren war sie im Besitz der Familie Spälti. 2024 haben die Erben von Verena Spälti die Yacht der Stiftung geschenkt. Sie ist im Sharing verfügbar und liegt im Hafen Enge.
Johannes Faul baute das Salonboot 1904 in seiner damaligen Werft in Zürich-Wollishofen. Wahrscheinlich war TUGENIA schon damals mit einem Elektormotor ausgestattet. Die Geschichte des Bootes liegt weitgehend im Dunkeln. Vor 20 Jahren kam sie vom Vierwaldstätter- an den Zürichsee und diente dem vormaligen Eigner als Taxiboot. Im Frühling 2023 konnte die Stiftung dieses wohl älteste Salonboot vom Zürichsee dank einer grosszügigen Spende des Hotels Baur au Lac erwerben.
Portier in Meilen baute das Stehruderboot REGULA 1931. Ihre Geschichte ist weitgehend unbekannt. Vor bald 20 Jahren liess sie der vormalige Eigner bei Helbling in Jona sanieren und stationierte sie am Greifensee. Zu Weihnachten 2022 hat er sie der Stiftung HZB geschenkt.
Der junge Bootsbauer Emil Leemann in Pfäffikon ZH baute sich HECHT als erstes Fahrgastschiff für den Pfäffikersee. HECHT war bis 2003 in Betrieb und wurde für Extrafahrten und Schulreisen genutzt. Nach der Rettung und Sanierung durch die Stiftung HZB ist er seit dem 29. Juni 2019 zurück auf dem Pfäffikersee. Neu mit Elektromotor – für Rundfahrten und Schulreisen.
Die Yachtwerft Faul baute im Auftrag eines Genfer Medizinprofessors eine verkleinerte Kopie des Rhumrunners HANALEI, eines kleinen Dodge-Bootes aus den späten 1920er Jahren, in den USA gebaut und von dort auf den Genfersee importiert. HANALEI II ist für 3 Personen zugelassen. Wegen eines Motorschadens und grossem Restaurationsbedarf ist sie ausser Betrieb und eingelagert.
John Faul baute das Steh- und Sitzruderboot VICTOR 1921 für Herrn Luthiger, Drogist aus Zug. VICTOR bietet Platz für 4 Personen, davon 2 auf der gepolsterten Sitzbank in der Mitte des Bootes. Angetrieben wird es durch ein bis zwei Ruderer.
Suter+Portier bauten diesen 45m2 Nationalen Kreuzer 1926 für ein Mitglied des Zürcher Yacht Clubs. Das schnelle Schiff trug von 1937–41 das Blaue Band des Zürichsees. Von 1999 bis 2016 war MONA LISA auf dem Starnbergersee zu Hause. Nach der gründlichen Sanierung des Unterwassers im Winter 2017/18 ist sie nun zurück auf dem Zürichsee und steht im Hafen Rapperswil im Sharing zur Verfügung.
Felix Portier baute gegen Ende des 2. Weltkriegs ein grosses Runabout für die Besitzerfamilie einer Uhrenfabrik am Bielersee: FLANEUR. Dieses Boot bietet Platz für 7 Personen. Es ist immer noch mit dem originalen Motor (marinisierter FORD-V8) ausgerüstet.
Die Familie Abegg vom Schloss Buonas am Zugersee bestellte 1911 beim jungen Bootsbauer Emil Leeman (1889–1939) das Motorboot ANNIE. ANNIE ist eine typische Vertreterin der frühen privaten Schifffahrt auf Seen – eben ein Pläsierboot. ANNIE wurde gebaut für stilvolle Ausfahrten bei gutem Wetter. Weder „Sonnenbaden“ noch „Baden“ waren damals in Mode. Das Cabrioverdeck ist im Originalzustand, nur der Stoff ist neu. Mit ANNIE können maximal 13 Personen ausfahren.
Die FRÖSCH ist ein typischer, klassischer Backdecker und wurde 1921 von der Zürichsee-Werft Suter & Portier (heute Portier) in Meilen erbaut. Hinsichtlich ihrer Bauform ist die FRÖSCH heute als ein gut erhaltener, später und seltener Zeitzeuge der Backdecker-Ära der Jahre 1910–1920 auf dem Zürichsee zu werten. Soweit bekannt, handelt es sich auf den Gewässern des Kantons Zürich um ein Unikat. Zwar für 14 Personen zugelassen können auf FRÖSCH 6–8 Personen bequem einen Tag auf dem Wasser geniessen oder 2-3 Personen übernachten.
Die M/L AJAX ist ein Weekend-Motorkreuzer der Marke Swisscraft, 1936 von der Werft John Faul, Automobile und Wasserfahrzeuge in Horgen erbaut. Die AJAX verfügt über einen Schlafraum, einen Salon, Toilette und Pantry. Bis zu 4 Personen können auf der AJAX schlafen und ein Wochenende auf dem See verbringen. AJAX verfügt über eine Standheizung, so sind auch in der kalten Jahreszeit stimmungsvolle Ausflüge auf dem See möglich. Besonders beliebt: Fondue auf AJAX (Selbstcatering).